Fit für die Bühne - In 10 Schritten zur besseren Gig-Vorbereitung

In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr als Musiker mit 10 einfachen Schritten zu besseren und stressfreien Gigs kommt.

  1. Bringt euer Instrument in Ordnung. Nichts ist peinlicher und raubt mehr Zeit und Nerven, als ein Instrument, das beim Soundcheck nicht richtig funktioniert. Daher ist es wichtig, euer Instrument vorher in Stand zu setzen. Das bedeutet z.B. für Schlagzeuger, dass die Trommeln gestimmt werden, gebrochene Becken erstetzt werden, usw. Wenn eure Schlagfelle aussehen, als wären sie Miniaturmodelle des Mondes: Austauschen! Selbes gilt für die Saitenfraktion. Zieht rechtzeitig neue Saiten auf euer Instrument (ja, auch die Bassisten), sorgt dafür, dass auf Anschlüssen, Schaltern, Potis oder wo auch immer keine Wackelkontakte, Brummen oder sonstige Störgeräsche auftreten. Wenn ihr das selbst nicht könnt, hilft euch der Musikalienhändler eures Vertrauens sicher weiter.
  2. Bringt euer restliches Equipment in Ordnung. Neben dem eigentlichen Instrument gibt es noch allerhand andere Möglichkeiten, warum ein Gig am Equipment scheitern kann. Also checkt auch Kabel, Batterien, Verstärker, Boxen, Mikrofone und alles andere vor dem Auftritt durch.
  3. Macht einen Test. Es macht durchaus Sinn, vor dem Auftritt einmal alles so aufzubauen, wie man es letztendlich benutzen möchte. Dabei sieht man mögliche Fehlfunktionen, Kleinigkeiten, die noch fehlen, usw. Außerdem setzt man sich vorher mit seinem Equipment auseinander, das spart beim Aufbau Zeit und vermeidet Fehler.
  4. Packt euch Reserve ein. Das heißt nicht, dass ihr fünf Gitarren, drei Bässe und vier Verstärker mitnehmen sollt. Aber Verbrauchsmaterial oder Dinge die leicht kaputt gehen. Hier eine Auswahl an Dingen, die beim Gig immer fehlen: Ersatzsaiten, Drumsticks, Plektren, Klinkenkabel, Netzteile, Batterien...
  5. Lernt eure Songs. Klingt logisch, oder? Es wirkt reichlich albern, wenn man versucht im Halbdunkel auf der Bühne das, provisorisch zusammen gekritzelte, Chordsheet zu entziffern. Bühnenperformance geht anders.
  6. Sprecht vorher mit dem betreuenden Techniker. Klärt vorher mit der Technikcrew, welches Equipment ihr braucht, was vorhanden ist, was ihr selbst mitbringt. Das erspart allen Arbeit.
  7. Ein Technical Rider ist kein Wunschzettel. Überlegt euch, was ihr wirklich an Technik braucht und nicht, was ihr schon immer gerne mal ausprobieren wolltet. Und haltet euren Rider aktuell!
  8. Wenn ihr zum Gig kommt, begrüßt Veranstalter und Techniker. Stellt euch kurz vor. Das dauert zwei Minuten und ist dem Arbeitsklima extrem zuträglich.
  9. Spielt beim Soundcheck nur, wenn ihr dran seid. Ganz wichtiger Punkt. Der Techniker wird euch nicht besonders mögen, wenn er zwischen euren Beinen herumkriecht, um ein Mikrofon an die Snaredrum zu hängen und ihr haut in diesem Moment auf eurem Schlagzeug herum.
  10. Verzichtet vor und während dem Gig auf Alkohol. Nichts ist peinlicher, als ein Musiker, der im Suff auf der Bühne umher stolpert. Am Ende ärgert ihr euch, wenn das 1000 €-Topteil den Boden küsst oder ihr mit eurem Instrument der Sängerin eins drüber zieht.

 

Es gibt noch viele weitere Punkte, die hier anzuführen wären. Diese beziehen sich aber oftmals speziell auf bestimmte Instrumente. Das werde ich vielleicht in zukünftigen Artikeln behandeln.

 

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Moritz Schmidt

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