Making of 'A silhouette' - Teil 3: Aufnahmevorbereitung

In dieser kleinen Beitragsserie geht es um die Entstehung des Songs „A silhouette“.

Im ersten Teil, ging es um die Komposition sowie meine ersten Vorbereitungsschritte. In zweiten Teil haben wir einen Blick in die Probenarbeit geworfen. Nun widmen wir und den Vorbereitungen der Aufnahme im Tonstudio.

Freitagmorgen, 9:00 Uhr im Tonstudio: ein Wochenende voll Aufnahmen und Musik steht bevor. Nur irgendwie steh ich alleine da. Da kommt auch schon der Anruf: die morgentliche Verkehrssituation führt wohl zu Verspätungen der Musiker. Naja egal, die erste Stunde ist ja sowieso für den Aufbau vorgesehen. Zeit sich in Vorbereitungen zu stürzen.

 

Also mal den, im Studio sowieso vorhandenen, Flügel mikrofoniert (dazu mehr im nächsten Beitrag). Dann also ab an die DAW (in diesem Fall Reaper) und ans Mischpult (Lawo mc²66). Die Besetzung war ja soweit bekannt, also können sowohl am Mischpult, wie an der DAW schon mal die Kanäle beschriftet werden und das Signalrouting vorgenommen werden. Am Mischpult dient die Beschriftung in erster Linie der Übersichtlichkeit. An der DAW ist die Beschriftung ganz essentiell, denn Reaper benennt die aufgenommenen Audiodateien nach dem Namen der Spuren. Das hilft im Nachgang ungemein zu wissen, hinter welcher Datei sich welche Aufnahme versteckt. Hier die Gesamtliste der verwendeten Kanäle.

 

 

 

 

 

Signalfluss

Als erstes habe ich direkt ein Standard-Preset des Mischpults aufgerufen, das für dieses Studio konzipiert ist. Darin sind bereits 56 Kanäle mit entsprechenden Mikrofonvorverstärkern verbunden, ein Clicktrack von der DAW liegt auf, alle Kanäle sind auf die Stereosumme verbunden und die externen Hardware-Hallgeräte (Lexicon 480L, T.C electronics M5000, AKG BX20) sind bereits eingebunden. Außerdem ist das Aviom personal monitoring system bereit zum Beschicken.

 

Die Kanäle ordnete ich nach meinen persönlichen Bedürfnissen auf der Pultoberfläche an. Dabei war eine Ebene für die Band (Schlagzeug, Bass, E-Gitarre, Keyboards, Flügel), eine für das „Orchester“ (Violine, Cello, Akustikgitarre, Flöte, Trompete, Posaune, Horn) und eine für die Sänger reserviert. So hatte ich schnell und übersichtlich Zugriff auf alle benötigten Kanäle.

Zu guter Letzt legte ich für alle Instrumentengruppen sowohl Audiogruppen sowie VCAs an (Hier findest du mehr über die unterschiedlichen Anwendungen von VCAs und Gruppen). Es wären durchaus nicht für alle Instrumente Gruppen erforderlich gewesen, da aber die Gruppenspuren nicht latenzkomepensiert sind, war dies eine Entscheidung zugunsten der Phasenlage der einzelnen Instrumente zueinander.

 

Zum Schluss legte ich mir natürlich noch Papier und Stift zurecht, um während der Aufnahmesession mitschreiben zu können.

 

Im nächsten Beitrag wenden wir uns zum ersten Mal der Mikrofonierung zu. Dort schauen wir uns zunächst den Flügel an.

 

 

Verwendete Kanäle (genaue Erläuterungen dazu folgen in weiteren Teilen):

Kick in, Kick out, Main Snare, Side Snare, Hihat, Hi Tom, MidTom, LoTom, Overhead M, Overhead S, Room L, Room R, Keys1 L, Keys 1 R, Keys 2 L, Keys 2 R, Piano Bass, Piano Mid, Piano Hi, Piano AB L, Piano AB R, Bass DI, E-Guitar Amp, Violin 1, Violin 2, Violin 2, Cello 1, Cello 2, Cello 3, Flute, Trumpet 1, Trumpet 2, Horn 1, Horn 2, Trombone 1, Trombone 2, Choir 1, Choir 2, Choir 3, Choir 4, Choir 5, Choir 6, Choir 7, Choir 8, Choir 9, Choir 10, Leadvox,

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Moritz Schmidt

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