Subgruppe vs. VCA - Wo ist der Unterschied?

Wenn es um die Gruppierung von Audiokanälen auf dem Mischpult oder in der DAW kommt, gibt es gerade bei Einsteigern oft Verwirrung über verschiedene Vorgehensweisen und Möglichkeiten. Im folgenden Beitrag und dem zugehörigen Video wird der Unterschied zwischen Subgruppen bzw. Bussen und VCAs erklärt.

Subgruppe/Bus

Bei einer Subgruppe werden alle zugeordneten Audiokanäle auf einem Gruppenkanal summiert. Das bedeutet aus den Einzelsignalen wird ein Mischsignal. Das bietet den Vorteil, dass das Mischsignal mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (z.B. Equalizer, Kompressor, etc.) bearbeitet werden kann, und zwar als Ganzes.

 

VCA

VCA steht für „Voltage-Controlled-Amplifier“. Ein VCA ist letztendlich eine „Fernsteuerung“ für die zugeordneten Kanäle. Es entsteht also kein Mischsignal, sondern ein VCA-Fader kontrolliert elektronisch die einzelnen Kanallautstärken. Dabei wird das Lautstärkeverhältnis der zugeordneten Kanäle nicht verändert.

 

Vorteile/Nachteile

Der Vorteil der Gruppe wurde bereits angesprochen: eine Bearbeitung des Mischsignal ist möglich, das geht mit einem VCA nicht. Nachteil der Gruppe und gleichzeitig Vorteil des VCA: Beschicke ich Aux-Wege direkt von den Einzelkanälen und ist dieser Abgriff nach dem Fader (Post Fader), so verändert sich der Pegel des Sends nicht, wenn ich meinen Gruppenfader benutze. Der VCA, der ja die Kanalfader fernsteuert, beeinflusst damit auch gleichzeitig die Sendpegel. Eine Kombination aus Gruppe und VCA für die gleichen Einzelkanäle eignet sich damit hervorragend, um die Tiefenstaffelung zu beeinflussen.

 

 

Kontakt

Moritz Schmidt

Neue Heimat 69

96450 Coburg

 

Tel.: +43 676/9623603

E-Mail: info@schmidt-ketschendorf.de